Donnerstag, 21. Juli 2011

Rezension: Generation A von Douglas Coupland

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18 Jahre nach Couplands Debüt und Durchbruch mit Generation X: Tales for an Accelerated Culture kommt nun das Update. Generation A spielt in der nahen Zukunft, in der Bienen längst ausgestorben sind – bis sich einander völlig fremde und auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Jugendliche über den Globus verteilt plötzlich gestochen werden. Diese Vorfälle interessieren natürlich Medien und Forschung, welche sich mit der Frage beschäftigen: War das alles ein blöder Zufall? Oder haben die Fünf eine Gemeinsamkeit, die sie zu auserwählten Bienenstich-Opfern macht? Dies soll sich klären, als die Fünf letztendlich auf einer Insel abseits jeglicher ‚Zivilisation’ (und damit meint man in der fiktiven Zukunft wie sie Generation A zeichnet Solon-süchtige Einzelgänger, die nur im Hier und Jetzt denken und sich nicht um die gemeinsame Zukunft scheren) zusammen gebracht werden – und zwar um sich gegenseitig in gemütlicher Runde Geschichten zu erzählen! Abgesehen davon, dass diese Geschichten auch ohne den Romanzusammenhang äußerst unterhaltsam und anregend sind, wird anhand geteilter Motive und Strukturen schnell klar, dass die Fünf mehr sind als Forschungsobjekte, die das Wiederauftauchen der Bienen erklären sollen. Vielmehr erklären sie, wie sollte es auch anders sein, eine ganze Generation. Erschreckend genug, erscheint Generation A alles andere als weit hergeholt und unrealistisch. Der Roman ist eine Erinnerung daran, dass es ohne Gedanken an das Morgen irgendwann auch kein Heute mehr geben wird. Klingt pathetisch, ist es aber nicht.

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