Freitag, 23. September 2011

Link-Tipp: Electronic Literature

Dass das Internet keinen Halt vor Literatur macht (oder die Literatur keinen Halt vor dem Internet), ist ja kein Geheimnis. Das Internet bietet große Formate, wie Plattformen für kollektives Geschichtenschreiben, sowie Lyrik im Kleinformat, welche sich auf 140 Twitter-Zeichen beschränkt. Doch hier möchte ich etwas vorstellen, das - soweit ich weiß - im deutschen Sprachraum weniger bekannt ist:


Im Oktober 2006 erschien die erste Ausgabe gesammelter 'E-Literature'; im Februar diesen Jahres kam ein Nachfolger. 
Bei dieser Art von Literatur handelt es sich um Programmierungen, die, fast schon spielerhaft, den 'Leser' miteinbeziehen. Bei den "Stir Fry"-Texten von Jim Andrews ändert sich beispielsweise der Text, wenn man mit der Maus darüber gleitet. Oder bei "Stud Poetry" von Marko Niemi spielt man Poker mit Gedichtfetzen. Dabei stellen diese und alle weiteren Texte in unterschiedlicher Weise immer dieselbe Frage: Wie viel Kontrolle hat der Autor über sein Werk? Was ist ein 'Autor' und hat er Autorität? Welche Rolle nimmt der Leser bei der Bedeutungsfindung ein? Gibt es noch Originalität in dieser Art von Literatur?

Es gibt viel zu Entdecken... und ob ihr auf die oben genannten Fragen Antworten findet, ist euch überlassen.

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