Donnerstag, 15. September 2011

Rezension: The Swan Thieves von Elizabeth Kostova

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Der Psychiater Andrew Marlow bekommt es unerwartet mit einem besonders komplizierten Fall zu tun: Der renommierte Maler Robert Oliver hat versucht, in der National Gallery of Art ein Gemälde mit einem Messer zu attackieren. Bevor Oliver sich in ein eisernes Schweigen zurückzieht, äußert er nur einen einzigen Satz: „I did it for her.“ Doch wer ist sie? Ist sie die Frau mit dem melancholischen Blick und den schwarzen Locken, die Oliver fast wie besessen portraitiert? Und ist das wiederum die Frau aus den Briefen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen und die Oliver immerzu liest? Marlows Suche nach ‚ihr’ gestaltet sich fast wie ein Krimi – Zeugen werden befragt, Beweismaterial ausgewertet, Nachforschungen angestellt. Dabei werden die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, sowie zwischen Genie und Wahnsinn mehr als einmal übertreten. Anstatt Antworten zu finden, wird es zusehends unklarer, wonach Marlow überhaupt zu suchen hat. Und warum. Und für wen.
Kostovas Roman mag zwar spannend zu lesen sein, bleibt aber eine recht oberflächliche Lektüre und bietet schlussendlich keine Einsicht in die Gedankenwelt des Künstlers. Lesenswert sind aber besonders die Kapitel, die uns ins Frankreich des späten 19. Jahrhunderts führen und die Statusfrage der Frau innerhalb der Malerzunft aufgreifen.

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