Dienstag, 6. September 2011

Rezension: The Second Coming von John Niven

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Nachdem sich Gott während der Renaissance in den Urlaub verabschiedet hat, ist viel passiert, denn im Himmel vergeht die Zeit schließlich viel langsamer als auf Erden. Als er im Jahr 2011 zurück kehrt, ist er geschockt über den Zustand auf Erden: Kriege, Umweltverschmutzung und Jersey Shore. Zudem überall diese verdammten Christen die glauben, Gottes Willen besser zu kennen als er selbst und vermeintlich in seinem Sinne beispielsweise zum Schwulenhass aufrufen. Dabei findet Gott Schwule cool! Gott sieht nur noch einen Ausweg: Er schickt seinen Sohn, Jesus Christus, genannt JC, als seinen Vertreter noch ein weiteres Mal auf die Erde, um die Botschaft „Be nice!“ unters Volk zu bringen. Und womit könnte man mehr Menschen erreichen als mit American Pop Star?
Nivens The Second Coming ist sicherlich provokativ, aber keinesfalls Blasphemie. Es zeigt sich manchmal viel mehr versöhnlich. Weniger zynisch, aber sehr humorvoll werden die Konflikte unserer westlichen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht nur beschrieben und analysiert, es wird auch ein Lösungsansatz dargeboten, der simpler nicht sein könnte. Ob JCs friedliche Mission glückt oder ob das Second Coming letzten Endes zu einem Fall von History repeating itself wird, sollte jeder selber nachlesen. Es sei jedoch angemerkt, dass die lauten Lacher nach dem 1. Teil des Buches leider leiser werden… 

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Die deutsche Ausgabe von Nivens Roman, Gott bewahre, erschien am 22. August im Heyne Verlag.

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